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Die gute alte Stoffwindel ist die Windel mit der die Großmutter noch gewickelt hat! Aber auch heute gibt es immer noch Mütter, die mit der Stoffwindel wickeln möchten. Nun ich selber habe es auch versucht. Daher kann ich hier schreiben, was mir am Herzen lag als ich mich für die Stoffwindeln interessiert hatte. Zum einen hatte ich Bedenken, was die chemische Reaktion der Einwegwindeln auf der Babyhaut angeht. Zum anderen fand ich Stoffwindeln ökologischer im Bezug auf die Wiederverwendung der Windel und zum anderen sollen Stoffwindeln die Hüftentwicklung des Babys positiv beeinflussen. Sicher kann das ein oder andere Argument für die Stoffwindel widerlegt werden. Dennoch ist wie bekanntlich an jeder Geschichte etwas dran. Daher möchte ich an dieser Stelle nicht tiefer auf die Glaubwürdigkeit dieser Argumente eingehen.



Nun wollte ich Ihnen noch kurz die Arten der Stoffwindeln vorstellen. Die altbewährteste Windelart ist die Faltwindel. Die Faltwindel ist eigentlich ein großes Baumwollviereck, welches durch geschicktes Falten in eine Windelform gefaltet wird. Der Vorteil dieser Windel ist, dass sie schnell trocknet, da das Baumwoll- oder Mulltuch relativ dünn ist. Der Nachteil ist jedoch die geringe Saugaufnahme der Flüssigkeit und das kompliziertere Wickeln. Als nächstes gibt es die Bindewindeln. Diese sind auch relativ dünn, müssen jedoch nicht vorgefaltet werden, da sie einfach mit angebrachten Schnüren gebunden werden können. Hier ist das Wickeln etwas einfacher, jedoch sind die Flüssigkeitsaufnahme und der Sitz der Windel nicht so besonders. Als nächstes kommen wir zu meinem Favorit unter den Stoffwindeln. Es sind die Systemwindeln, Einlagewindeln oder auch Kalifornische Windeln genannt. Das System der Einlagewindel basiert auf zwei Komponenten. Zum einen gibt es ein Windelhöschen, welches Die Feuchtigkeit nicht durchlässt und gewöhnlich atmungsaktiv ist. Die zweite Komponente ist die Windeleinlage. Es handelt sich hier um eine Stoffeinlage, die etwas dicker ist als ein Mulltuch. Diese Einlage kann relativ viel Feuchtigkeit aufnehmen und ist mit einer Einwegwindel durchaus vergleichbar! Beim Wickeln wird nur die Einlage in das Windelhöschen gelegt und wie bei einer Einwegwindel geschlossen. Die Handhabung ist daher auch mit der Einwegwindel vergleichbar! Wird die Windel schmutzig wird nur die Einlage ausgekocht. Das Höschen wird nicht mit ausgekocht, da es sonst unbrauchbar gemacht wird. Es wird daher nur ausgespült. Die letzte mir bekannte Windelart ist die Höschenwindel. Hierbei handelt es sich um eine verhältnismäßig teure Stoffwindel. Vom Aussehen und der Handhabung gleichen sie der Einwegwindel. Der Nachteil, den ich hier sehe ist das Waschen dieser Windel. Denn es müssen jeweils die ganzen Höschen gewaschen und getrocknet werden – die sehr dick sind. Daher ist mit langen Trocknungszeiten zu rechnen!



Mein Rat an Sie: wenn Sie sich für Stoffwindeln interessieren, so sollten Sie sich genau nach den Windelarten erkundigen! Wählen Sie die Windelart, die Ihnen zusagt und kaufen Sie sich dennoch für den Anfang und für Unterwegs einige Einwegwindeln. So entlasten Sie Ihre Nerven, wenn’s mal brenzlig wird! Ich finde die Wahl für eine Stoffwindel trotz aller Gegenargumentationen ökologisch, denn wenn man die Windeln ökologisch mit Nussschalen wäscht, sehe ich keine Belastung des Abwassers durch das Windelwaschen – im Gegensatz zur Wegwerfwindeln, die gegenstandslos im Müll landen – wo es schon mal 5 – 7 Windeln am Tag sein können. Und Hand aufs Herz, welche Mutter zerlegt eine Einwegwindel und trennt sie ökologisch nach Wertstoffen für die Wertstoffsammelstelle?