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Das Grundschulalter hat in der Montessori Pädagogik eine besondere Bedeutung, denn im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren liegen viele wichtige sensible Phasen eines Kindes, die einer besonders intensiven Unterstützung und Förderung bedürfen. Dieser Annahme schlossen sich viele Pädagogen und politisch Verantwortliche an, so dass in vielen Ländern die Grundschulzeit sechs Jahre andauert und diesem Umstand somit entgegenkommt.

Auffälligstes äußeres Merkmal einer Montessori Grundschule, die sich in diesem Fall der deutschen Ausnahme beugen muss und ebenfalls nur vier Jahre andauert, ist die Altersmischung. Statt homogener Klassenverbände, in denen die Kinder eines einzigen oder maximal zweier Jahrgänge zusammen unterrichtet werden, gibt es hier kleine Gruppen, in denen sich Kinder verschiedenen Alters befinden. Diese Altersmischung dient dazu, dass die Kinder die gegenseitige Hilfe in Anspruch nehmen und sowohl voneinander profitieren als auch miteinander kooperieren sollen. Die Zusammenstellung erfolgt dabei jedoch nicht willkürlich, sondern richtet sich in der Regel nach der Entwicklungsstufe der Kinder, aber auch andere Gruppenzusammenstellungen sind möglich.

Inhaltlich hat der Unterricht in einer Montessori Grundschule natürlich Ähnlichkeiten zu der Regelschule. Hier gibt es ebenfalls die Fächer Lesen, Rechtschreibung, Rechnen im Zahlenraum bis 1 Million, sowie Musik und Kunst. Darüber hinaus werden aber explizit auch Übungen zum praktischen Leben angeboten wie das Erlernen der Uhrzeit oder Verkehrserziehung. Der große Unterschied besteht jedoch in der eingesetzten Didaktik, der Frontalunterricht wird konsequent durch Freiarbeit und andere Methoden in der vorbereiteten Umgebung ersetzt.

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