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Im Jahre 1870 kam Maria Montessori als Kind gebildeter Eltern in der italienischen Hafenstadt Ancona zur Welt. Schon früh interessierte sie sich für naturwissenschaftliche Inhalte und entschied sich deshalb zu dem Studium der Medizin, das sie nicht nur erfolgreich abschloss, sondern sie erlangte als erste Frau überhaupt auch in diesem Fach einen Doktorgrad.

Neben den Naturwissenschaften lagen ihr Kinder sehr am Herzen, deshalb spezialisierte sie sich auf die Kinderheilkunde und engagierte sich sehr auch über die Studieninhalte hinaus. Im Laufe ihres Studiums wurde sie von den Eindrücken geprägt, die Begegnungen mit geistig behinderten Kindern, die sie teilweise in völlig verwahrlostem Zustand antraf, hinterließen. Diese Erfahrungen führten dazu, dass Maria Montessori die Notwendigkeit einer neuen Art der Pädagogik erkannte, für die sie unter anderem auch in den Vorträgen plädierte, die sie im Auftrag des italienischen Erziehungsministers hielt.

1908 verwirklichte sie ihre Vision von einer Begegnungs- und Bildungsstätte von Kindern und eröffnete in San Lorenzo, einem Arbeiterviertel in Rom das erste Kinderhaus. Hier bekamen die Kinder nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch aktive und praktische Hilfe, die der Entwicklung ihrer geistigen Gesundheit dienten. Die mittlerweile weltberühmten Montessori Materialien fußen auf den hier gemachten Beobachtungen und werden auch heute noch, teilweise in relativ ursprünglicher, teilweise in abgeänderter oder optimierter Form in allen Montessori Kinderhäusern eingesetzt.

1952 starb Maria Montessori in den Niederlanden, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte.

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