Es gibt in der heutigen Zeit keinen Standardkinderwagen sondern eine weite Palette an Kinderwägen. Beim Kinderwagen wird zwischen Kombikinderwagen, Buggy, Jogger, Geschwisterwagen sowie Zwillingswagen unterschieden. Praktisch ist ein Kombinationskinderwagen, der im Säuglingsalter als Liegewagen benutzt werden kann und im Kleinkindalter zum Buggy umfunktioniert werden kann. Solche Kinderwägen können insgesamt während dem ganzen Kinderwagenalter eingesetzt werden. Wichtig bei einem Kleinkindkinderwagen ist eine gut funktionierende Federung des Liegewagens, damit der Säugling während dem Schlafen beziehungsweise Liegen nicht durchgeschüttelt wird. Was bei einem Kinderwagen sehr von Vorteil ist, ist das Wechseln der Griffseite. D.h. man kann das Kind entweder vorne rausschauen lassen oder die Mutti anschauen lassen. Denn besonders wenn das Kind das erste Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist es von Vorteil, wenn die Mami vom Kinderwagen aus gesehen werden kann. Wird das Kind langsam älter, so möchte es mehr von der Umgebung sehen und dann ist es ratsam die Griffseite zu ändern. Auch ein ausreichender Sonnenschutz ist von Vorteil, damit das Baby beim Schlaf nicht gestört wird. Ein einfaches Mittel ist hier eine Mullwindel, die über das Sonnendach gelegt wird. Ein Moskitonetz ist nicht unbedingt erforderlich aber gerade beim Jogger vorteilhaft, wenn man schneller unterwegs sein möchte.
Der Buggy ist praktisch für Unterwegs und sollte gut zusammenklappbar sein, damit er gut ins Auto passt. Bei komfortablen Buggys ist die Liegefläche verstellbar. Diese verfügen auch über ein Sonnendach. Ansonsten haben Buggys kleine Räder, die in der Fahrtrichtung verstellbar sind und auch ausschwenken können. Jogger sind eine Weiterentwicklung der Buggys. Denn die Räder sind größer und können sich schnell bewegen. Auch die Federung der Jogger ist an das veränderte Fahrgestell angepasst. Buggys sind in der Regel immer mit einem Sonnendach und einer verstellbaren Liegefläche ausgestattet. Ich kann aber jeder jungen Mami an Herz legen kein Neugeborenes in so ein Fahrgefährt zu legen. Da die Federung des Kinderwagens bedeutet schlechter ist als beim Liegewagen. Außerdem kann beim reinen Jogger der Griff und die Fahrtrichtung zur Liegefläche nicht geändert werden. Das ist ein großes Manko, da es sehr wichtig für ein Neugeborenes ist die Mama während der Fahrt zu sehen. Möchten Sie von Anfang an einen Jogger so sollten Sie einen Kombijogger wählen. Der ist für die Kleinsten geeignet und lässt sich später zum reinen Jogger umfunktionieren.
Geschwisterwägen und Zwillingswägen sind jeweils für zwei Kinder gedacht. Der Unterschied zwischen den beiden Kinderwägen ist, dass der Zwillingswagen eine große Liegefläche für zwei Kinder hat. Beim Geschwisterwagen sind die Sitzflächen direkt voneinander getrennt. Dabei können die Sitze auch hintereinander anstatt nebeneinander sein. Beim Zwillingskinderwagen hingegen sind die Liege- und Sitzflächen nebeneinander.
An dieser Stelle möchte ich noch eine andere Art der Fortbewegung vorstellen. Dabei handelt es sich um den guten alten Bollerwagen der von der älteren Generation auch Leiterwagen genannt wird. Korrekterweise ist der Leiterwagen jedoch der Vorgänger des Bollerwagens, der aussieht, als ob zwei Leitern die Seitenwände bilden würden. Der heutige Bollerwagen ist rundum aus durchgehendem Holz. Von Vorteil ist es, wenn die Vorder- und Rückwand herausgenommen werden können. So kann das Kind selber ein und aussteigen. Aber auch die Sitzfläche kann dadurch verlängert werden, da die Füßchen über den Wagenrand hinausragen können. Ein Bollerwagen kommt vor allem für die größeren Kleinkinder in Frage. Besonders kleine Wandertouren können auf diese Weise problemlos bewältigt werden. Ein Bollerwagen hat keine ausgeklügelte Federung wie es bei einem Kinderwagen der Fall ist, auch die Sitzfläche ist sehr spartanisch. Sie sollten daher bei längeren Fahrten an ein Sitzkissen oder eine Wolldecke denken.
Zu aller letzt möchte ich noch den Stubenwagen erwähnen. Dabei handelt es sich nicht um einen richtigen Kinderwagen sondern eher um Holzwagen, der als Schlafwagen oder Bettchen genutzt wird. Der Stubenwagen soll durch Schaukelbewegungen das Einschlafen des Babys begünstigen. Leider ist die Nutzungsdauer eines Stubenwagens eher begrenzt, da er nur so lange genutzt werden kann, bis das Baby anfängt sich hochzuziehen oder zu sitzen. Spätestens dann darf das Baby nicht mehr darin schlafen, da es herausstürzen könnte.