Das Arbeiten mit Kindern gehört zu den relativ anstrengenden, aber auch angenehmsten und vorallem wichtigsten Jobs in unserer Arbeitswelt. Bei den Portalen für Stellensuche sind deshalb Stellenangebote im Bereich des Kindergärtners keine Seltenheit, wird doch nicht selten händeringend nach fachlich geschulten Kräften für den Umgang mit den Jüngsten unserer Gesellschaft gesucht. Kindergärten haben Konjunktur. Denn unsere Gesellschaft verlangt zunehmend von den Eltern, zeitgleich zu arbeiten und somit die Sorge für ihre Kinder in fremde Hände zu legen. Deshalb scheint vielen Eltern auch weiterhin der Hort als sinnvollste Methode, den Zöglingen weiterhin Erziehung, Geborgenheit, Sozialisation und den ihrem Alter gerechten Umgang mit Anderen anzuvertrauen. Dieser Herausforderung muss sich auch der Kindergärtner stellen, der zumeist nach einem Fach-Abitur im Bereich Sozialwesen den Beruf antreten kann. Die Theorie nutzt bei diesem Job übrigens nicht viel. Allein die Praxis zeigt, ob ein potenzieller Kindergärtner den Anforderungen gewachsen ist. Kinder, so wissen wir allesamt, sind oftmals zuträgliche Engel, können jedoch schnell zu fordernden Teufelchen werden. Dann sind Kompetenz, Konsequenz, zugleich aber Liebe und Fürsorge des Erziehers gefordert, um den Kleinen zur Räson zu bringen. Man kann keine authentische Eltern-Kind-Beziehung verlangen, doch dürfen Kindergärtner keine Berührungsängste mit den Bedürfnissen der Kleinen haben und müssen offenherzig bleiben.