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Der weibliche Zyklus

Nicht nur im Falle eines Kinderwunsches ist es wichtig, den eigenen Körper und seine Regelmäßigkeiten genau zu kennen. Auch sonst sollte Frau wissen, was es mit ihrem Hormonhaushalt und den damit verbundenen Problemen wirklich auf sich hat.

Von Anfang an vollständig

Bereits bei der Geburt sind alle Eizellen in den Eierstöcken einer Frau enthalten, die sie den Rest ihres Lebens benötigt, es werden also keine neuen Eizellen mehr nachgebildet. Ab der Pubertät und der ersten Menstruation reift jeden Monat eine Eizelle heran und springt von dem Eierstock in den Eileiter, um auf dem Weg in die Gebärmutter von einer Samenzelle befruchtet zu werden. Tritt dies nicht ein, erfolgt eine Blutung und die Eizelle wird mit der Schleimhaut nach außen getragen.
Man unterscheidet hier zwischen dem Eierstockzyklus, das heißt dem Heranreifen einer neuen Eizelle und dem Menstruationszyklus, der die Neubildung von Schleimhaut und den Abbau selbiger bewirkt. Liest man vom weiblichen Zyklus, ist meist das Zusammenwirken dieser beiden Zyklen gemeint.

Die Zyklen

Vom ersten bis zum zehnten Tag des Eierstockzyklus\' reifen die Follikel (Eizellen mit Gelbkörper) im Eierstock heran. Meist sind es zwischen 20 bis 25 Follikel, von denen allerdings nur einer, in seltenen Fällen auch zwei oder drei, den Sprung in den Eileiter schafft. Dies geschieht zwischen dem 11. und 14. Tag. Infolge dessen werden Hormone ausgeschüttet, damit nicht noch eine Eizelle springen kann. Sollte eine Befruchtung stattfinden, bleibt der Gelbkörper erhalten und wird später zur Plazenta, wenn nicht, dann wird er nach ungefähr zehn Tagen abgebaut und eine neue Eizelle kann heranreifen. In der Zeit vor dem Eisprung senden Frauen feine Signale aus, wie leichte Veränderungen im Gesicht und im Körpergeruch, die auf Männer anziehend wirken. Im Gegensatz zu anderen Tieren signalisieren wir eher unauffällig, wann bei Frauen die fruchtbaren Tage eingesetzt haben.

Der Menstruationszyklus beginnt mit dem Tag der anfangenden Blutung. Die Gebärmutterschleimhaut, die sich zur Aufnahme einer befruchteten Eizelle aufgebaut hat, wird mit der unbefruchteten Eizelle ausgeschieden. Nach etwa fünf Tagen ist dieser Vorgang abgeschlossen und es wird wieder neue Gebärmutterschleimhaut aufgebaut. In den letzten zwei Wochen des Menstruationszyklus ist die Gebärmutterschleimhaut aufnahmebereit und gibt Nährstoffe in die Gebärmutter ab, um eine befruchtete Eizelle auf dem Weg zur Einnistung am Leben zu erhalten.

Ein weiblicher Zyklus kann sich also nicht direkt eingrenzen lassen, da es ein Kreislauf ist, der immer wieder von vorne beginnt und der stets Hormonveränderungen im Körper bewirkt. Für die Berechnung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage gibt es viele Methoden, die teils manuell, teils mit kleinen Gerätschaften, ein Ergebnis bringen können. Als Verhütungsmethode ist dies allerdings nicht sehr geeignet, da ein Schutz nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden kann.