Zur Berechnung der Schwangerschaftswoche, muss man vom ersten Tag der letzten Periode ausgehen, nicht von dem Tag der Befruchtung! Das heißt für die werdenden Mütter, dass sie sich bereits in der dritten Schwangerschaftswoche befinden, obwohl die Befruchtung erst einige Tage zurück liegt. Die meisten Frauen wissen noch nicht, dass in ihrem Körper ein Kind entsteht.
In dieser Zeit hat eines der circa 200 Millionen männlichen Spermien die weibliche Eizelle im Eileiter erreicht und binnen 12 Stunden nach dem Eisprung befruchtet. Nach diesem Vorgang verhärtet sich die äußerste Eizellenschicht, um zu verhindern, dass keine weiten Spermien eindringen können.
Die Eizelle sowie das Spermium haben keinen doppelten Chromosomensatz wie die sonstigen Zellen des menschlichen Körpers, sondern nur einen halben. Daher vermischen sich die Gene der Eltern miteinander. Was zu der Einzigartigkeit jedes Menschen führt. Nach dem sich das Erbgut beider Menschen miteinander vereinigt hat, stehen die genetischen Merkmale eines Kindes fest.
Die befruchtete Eizelle misst den Bruchteil eines Millimeters und wandert in der 3. Schwangerschaftswoche langsam durch den Eileiter zur Gebärmutter. Auf dem Weg zur Gebärmutter teilt sie sich laufend und wächst. Zu dem Zeitpunkt, da sie die Gebärmutter erreicht hat, nach etwa drei bis vier Tagen, ist aus der einen Zelle bereits ein kleiner Zellhaufen geworden, der Morula genannt wird.
In dieser Woche können schwangere Frauen aufgrund der Hormonumstellung die typischen Schwangerschaftsanzeichen bemerken. Zu diesen zählen Übelkeit, Ausbleiben der Regel, ausgeprägter Geruchssinn, Spannung in der Brustregion, Harndrang und eine übermäßige Müdigkeit.